Ein bürgerlicher Dienst für Luxemburg. Jetzt!
Ein bürgerlicher Dienst für Luxemburg. Jetzt!
Vor dem Hintergrund der für nächstes Jahr geplanten massiven Erhöhung der Verteidigungsausgaben und der Äußerungen von Außenminister Xavier Bettel fordert Fokus, einen Teil dieser Ausgaben in die Einführung eines Zivildienstes zu investieren. Der obligatorische Dienst, der zertifiziert und vergütet werden sollte, kann entweder im zivilen oder im militärischen Bereich abgeleistet werden. Vorbild für unseren Vorschlag ist Österreich, wo es diesen Dienst seit etwas mehr als 50 Jahren gibt. Ziel ist es, das Engagement junger Menschen für die Gemeinschaft zu fördern und die Gesellschaft besser auf Krisenzeiten vorzubereiten, beispielsweise wenn Naturkatastrophen oder Gesundheitskrisen das Land treffen.
Die Forderung nach einem Zivildienst ist angesichts der aktuellen Entwicklungen umso dringlicher.
Luxemburg muss seine Ausgaben so nachhaltig wie möglich gestalten; in diesem Sinne halten wir die Finanzierung eines Zivildienstes für weitaus nachhaltiger als Investitionen in Waffen, Waffensysteme oder andere militärische Ausrüstung, insbesondere angesichts der begrenzten Zahl luxemburgischer Soldaten. Der Zivildienst bedeutet, das Ausbildungsangebot im sozialen, medizinischen oder militärischen Bereich zu erweitern und damit nachhaltig in die Bildung junger Menschen zu investieren.
Fokus ist der Meinung, dass ein Zivildienst, ähnlich wie in Österreich, die Freiwilligenarbeit stärken könnte, unter anderem im Gesundheitswesen, wo in diesem Land in den kommenden Jahren ein großer Bedarf bestehen wird.
Ein Zivildienst würde das Land krisensicherer machen und seine Verteidigungsfähigkeit gegen alle möglichen Bedrohungen verbessern. Außerdem würde er junge Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zusammenbringen, ihnen grundlegende Werte näherbringen, den Freiwilligendienst stärken und den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern.
Luxemburg, den 8. März 2025




