Im Blindflug durch die Hitzewelle
Das Bildungsministerium (MENJE) setzt starr auf Schulautonomie – selbst dann, wenn außergewöhnliche Ereignisse wie die aktuelle Hitzewelle auf sanierungsbedürftige und thermisch schlecht isolierte Infrastrukturen treffen. Schlimmer noch, das MENJE steuert im Blindflug: Es gibt in Luxemburg keinen transparenten, öffentlichen Überblick darüber, wie es um den thermischen Zustand unserer Schulgebäude und Maisons Relais steht. Während Schülerinnen und Schüler teils in provisorischen Containern und kleinen Klassenräumen ohne ausreichenden Sonnenschutz oder Belüftung festsitzen, fehlen in vielen Gebäuden schlicht die Ausweichmöglichkeiten – sei es durch akuten Raummangel oder den fehlenden Schatten auf den Schulhöfen.
Die Forderungen von Fokus:
1. Schluss mit der Taktik des Abschiebens:
Minister Meisch muss Führungsverantwortung übernehmen. Wir fordern klare Schwellenwerte für die Schulgebäude und Maisons Relais, ab welchen Temperaturen und anderen Werten koordinierte Maßnahmen – wie angepasste Unterrichtsformen oder Schulausfälle – greifen. Einen Flickenteppich wie aktuell darf es in einem kleinen Land wie Luxemburg nicht geben.
2. Transparenter Schul-Klima-Check:
Das Ministerium muss unverzüglich eine transparente Bestandsaufnahme der thermischen Qualität aller Schulgebäude und Container-Klassen vorlegen. Nur auf Basis solch valider Daten lassen sich Schulschließungen begründen und der Sanierungsbedarf einzelner Standorte ermitteln.
3. Zielgerichtete Infrastruktur-Offensive:
Wir verlangen zudem einen verbindlichen Investitionsplan für die thermische Isolierung, effiziente Lüftungsanlagen und die großflächige Begrünung von Schulhöfen.
Wenn Schulschließungen unumgänglich werden, müssen diese auf Basis nachvollziehbarer Werte getroffen werden. Auf der anderen Seite gilt es, Kinder konsequent vor der Hitze zu schützen – allen voran in Containern, engen Klassenzimmern und in Gebäuden, die thermisch mangelhaft isoliert sind.
Wir fordern ein modernes, vorausschauendes Schulsystem – und einen Minister, der handelt, anstatt das Problem auszusitzen!.
Luxemburg, den 22. Juni 2026




